Es gibt so etwas wie eine Invasion des Raums durch den Blick, wobei jede Existenz erst durch den Austausch der Blicke entsteht. Spielt diese Einsicht eine Rolle im Dialog mit Kunst? Ja, ganz klar. Neben Sartres Texten gibt es die Memoiren In den besten Jahren von Simone de Beauvoir, in denen sie episodisch die Treffen zwischen Giacometti und Sartre beschreibt, aber auch zeigt, wie intensiv Sartre Giacometti zuhörte. Daneben machte Maurice Merleau-Ponty seine Studien, ohne Giacometti gekannt zu haben, denn er traf ihn erst nach dem Krieg. Aber er näherte sich dem Thema auf parallele Weise wie Sartre an. Giacometti jedenfalls ging davon aus, daß man keinen dadurch repräsentiert, daß man ihn mental vergrößert, wie es Rodin und andere gemacht hatten.
Textportrait Installation: New York, Mannheim, Schweiz

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