Sein Naturbegriff ist ein völlig anderer als jener der romantischen und früh-modernen Künstler im westlichen Europa – die Thematisierung von Natur kreist bei Sacharow-Ross nämlich nicht um das Vexierbild eines Ideals von Einfachheit und Ursprüngliehkeit (und damit von Erhabenheit), sondern die Natur erscheint ihm als ein Wirkungsfeld von Urkräften, die gleichermaßen segensreich wie zerstörerisch sein können.
Das „Kraftzellen“-Konzept von 1987 und dann vor allem die „Apotropikon“-Installation von 1990 beziehen sich „auf den Gegensatz von materieller Welt und geistigem Raum“, in welchem immer ein Moment der Bedrohung mitschwingt, in biologischen Abläufen etwa bei krankhaften Veränderungen von Zellen, vor allem Krebszellen.

Chelsea Art Museum New York, Gil Shachar

Text Porträt, Ralph Ueltzhoeffer:

Ralph Ueltzhoeffer.